IG Wald miteinander

           

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Wald AR

Die kleine Gemeinde Wald liegt zwischen Trogen und Heiden auf knapp 1000 m ü. M.; der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 1128 m ü. M. oberhalb des Chozeren, an der Grenze zum Bezirk Oberegg; der tiefste Punkt auf 750 m ü. M. unterhalb des Rechbergs am Moosbach. Das Dorf ist geprägt durch diverse Streusiedlungen und ein verdichtetes Dorfzentrum.

Die Bevölkerung des Dorfes bestand bis etwa 1950 vorwiegend aus Familien von Stickereibauern. Diese Landwirte besassen nur kleine Agrarflächen und übten daneben im Keller oder im Anbau ihres Wohnhauses die Stickerei aus. Beinahe in jedem zweiten Haushalt wurde gestickt. Mit der Krise der Handstickerei zwischen 1950 und 1970 gaben viele dieser Stickereibauern ihren Beruf auf, verkauften ihre Maschinen, und es setzte auf Grund mangelnder Beschäftigung eine leichte Einwohnerflucht ein.

Die Bevölkerung verminderte sich von fast 900 Einwohnern im Jahre 1950 auf unter 700. Ein grosser Teil der kleinen Heimwesen, in denen es oft noch Reste der alten Stickstuben gibt, genannt „Häämetli“, wurde an Leute aus dem Unterland, vorwiegend aus St.Gallen und Zürich, als Ferienhäuser bzw. Zweitwohnsitz verkauft. In Wald gibt es heute etwa 75 Ferienhäuser und nur noch einen einzigen Stickereibetrieb.

Neuzuzügler/innen werden von der Wäldler Bevölkerung schnell und ohne Vorbehalte aufgenommen. Die Stickereibauern von früher waren auf Aufträge von auswärts angewiesen, und Fremde waren daher im Dorf stets willkommen. Auch heute noch besteht die Dorfbevölkerung aus einer bunten Mischung von Neuzugezogenen, Alternativen, Aussteigern und "Alt-Einheimischen". Nicht umsonst ist Wald die erste Appenzeller Gemeinde, welche 1999 ihren ausländischen Einwohnern das Stimm- und Wahlrecht in Gemeindeangelegenheiten einräumte. Deswegen wurde sie 2011 von Secondos Plus als «ausländerfreundlichste Gemeinde der Schweiz» ausgezeichnet.

Quellen: Wikipedia und aueb.ch/gemeinden/

 

Wald im Überflug

Aktuell ist uns ein neuer Film vom frühlingshaften Dorf Wald so quasi zugeflogen. Nach dem Video über das winterliche Wald im Februar (siehe unten) hat Christian Frehner einen zweiten Film über Wald aus der Vogelperspektive gedreht. Er zeigt die verschiedenen Höfe, Weiler und Landschaftsformen in sattem Frühlingsgrün. Dazu liefert der Ton interessante Hintergrundsinformationen über das Dorf und seinen Streusiedlungsanteil.

Direktlink zum Frühlings-Video

Die Drohnenaufnahmen im winterlichen Wald von Christian Frehner zeigen die Vielfalt und verschiedenen Perspektiven des winterlichen Dorfes. Dazu erhalten wir interessante historische und geografische Informationen. Der Film wurde im Februar 2019 gedreht. Danke Christian!

Direktlink zum Winter-Video 

Impressionen aus dem Winter-Film:

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Video Wald 004  Video Wald 005  Video Wald 006